Kommunales

Auf den neuen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach ist man im Augsburger Klinikum besonders stolz. (Foto: dpa)

06.07.2016

Augsburg: Wissenschaftsrat entscheidet über künftiges Uni-Klinikum

Bisher war das Krankenhaus in kommunaler Hand, jetzt soll Seehofers Versprechen wahr werden

Am Freitag, 8. Juli 2016, will der bundesweite Wissenschaftsrat abschließend über die Umwandlung des kommunalen Augsburger Krankenhauses in eine Universitätsklinik entscheiden. Dies sagte Bayerns Bildungsminister Ludwig Spaenle (CSU) am Mittwoch im Landtag in München. Seit Oktober 2015 liegt dem Beratungsgremium in Köln ein von Universität, Klinikum und Ministerium erarbeitetes Konzept zur Evaluierung vor. Es sieht unter anderem ein Forschungskonzept vor, welches auf den Säulen Umweltmedizin (Enviromental Health Sciences) und Medizininformatik (Medical Information Sciences) basiert. Rund 1500 Medizin-Studienplätze sollen in Zukunft angeboten werden. Die Umwandlung des kommunalen Augsburger Krankenhauses in eine Universitätsklinik wird laut Spaenle rund 270 Millionen Euro Investitionen kosten. Für laufende Kosten für Forschung und Lehre sei im Endausbau die Bereitstellung von bis zu 70 bis 100 Millionen Euro pro Jahr für Stellen und Sachmittel erforderlich. "Grundlage ist eine Anzahl von rund 100 Professuren für die Medizinische Fakultät", betonte Spaenle. Perspektivisch sei aber angedacht, dass sich das Klinikum bereits in zehn Jahren selbst finanziell tragen könne. Die Errichtung einer sechsten Universitätsklinik in Bayern bis 2018 geht auf ein Versprechen von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) zurück. Bislang gibt es in Bayern zwei Universitätskliniken in München sowie weitere in Erlangen, Würzburg und Regensburg. Stadt und Landkreis Augsburg hoffen bereits seit Jahrzehnten darauf, dass ihr chronisch defizitäres Klinikum zu einer staatlichen Uniklinik wird. Bis 2009 wurden solche Vorschläge immer abgelehnt. Damals versprach Seehofer den Augsburgern dann die Umwandlung in eine Uniklinik. Das Augsburger Klinikum hat mehr als 5500 Mitarbeiter, die 2014 fast 250 000 Menschen ambulant oder stationär versorgten. (dpa)

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